Quellen & Belege · Sources & References
| Aussage im Video | Quelle |
|---|---|
| CargoLifter wurde am 1. September 1996 gegründet; Ziel war das Lastenluftschiff CL160 mit 160 Tonnen Tragkraft | Wikipedia: CargoLifter |
| Börsengang am 30. Mai 2000; eingeworben wurden 89,2 Millionen US-Dollar — deutlich weniger als erhofft | Wikipedia: CargoLifter |
| Die Werfthalle bei Briesen (fertig November 2000) misst 360 × 210 × 107 Meter und gilt als größtes freitragendes Gebäude der Welt | Wikipedia: CargoLifter |
| Der CL160 wurde nie gebaut; real flogen nur das Testluftschiff „Joey" und der Lastenballon CL75, der 2001 mit Helium befüllt und im Juli 2002 durch ein Unwetter beschädigt wurde | Wikipedia: CargoLifter |
| Insolvenzantrag der CargoLifter AG am 7. Juni 2002; rund 350 Millionen Euro Eigenkapital waren verbraucht | Wikipedia: CargoLifter |
| Rund 74.000 Kleinaktionäre verloren etwa 320 Millionen Euro Aktienkapital; dazu flossen rund 50 Millionen Euro öffentliche Fördermittel | Wikipedia: CargoLifter |
| Die Staatsanwaltschaft Potsdam stellte ihre Ermittlungen im Juni 2004 ein — keine Anhaltspunkte für Insolvenzverschleppung oder Falschangaben | Wikipedia: CargoLifter |
| Juni 2003: Verkauf der Halle für 17,5 Millionen Euro an den malaysischen Konzern Tanjong; im Dezember 2004 eröffnete darin das Badeparadies Tropical Islands | Wikipedia: CargoLifter; Wikipedia: Tropical Islands |
CargoLifter war kein Betrugsfall. Die Staatsanwaltschaft stellte ihre Ermittlungen 2004 ausdrücklich ein; es gab keine strafrechtlichen Verurteilungen. Das Video erzählt den Fall deshalb als das, was er belegt ist: eine gescheiterte unternehmerische Vision aus der Zeit der New Economy — nicht als Täuschung. Auf namentliche Zuschreibungen an Gründer oder Management wird verzichtet. Die Baukosten der Werfthalle sind in unserer Quellenlage nicht sauber belegt und werden daher nicht beziffert. Der Eiffelturm-Vergleich bezieht sich auf dessen Höhe von rund 330 Metern gegenüber 360 Metern Hallenlänge.